Ev.-Luth. Kirchgemeinde Waldkirchen/Erzgeb.
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Waldkirchen,  Börnichener Str. 3,   09579 Grünhainichen / OT Waldkirchen 
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Grußwort:

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja. Das    gilt,    durch    die    Zeiten,    trotz    aller    harten    Umstände,    trotz    allem Sterben, das wir erfahren müssen. Ostern feiern heißt: Dem Leben mehr vertrauen als dem Tod. Seit   Ostern   wissen   wir:   Das   Leben,   nicht   der   Tod   hat   das   letzte   Wort   über uns. Dabei ist Ostern mehr als die Wiederbelebung eines Verstorbenen. Es   ist   mehr   als   die   Auferweckung   des   Lazarus   (Johannes   11),   den   Jesus nach   4   Tagen   wieder   ins   Leben   zurückholte.   Denn   auch   dieser   Mensch   ist eines   Tages   gestorben.   Jesu   Auferstehung   ist   nicht   ein   Hinauszögern   des Todes,   sondern   die   Überwindung   des   Todes,   ist   nicht   ein   bloßes   Verlängern   meiner   Lebenszeit   ins Unendliche. Auferstehung     ist     eine     neue     Lebensqualität     und     nicht     eine Lebensquantität.   Auferstehung   ist   im   biblischen   Sinne   auch   kein   rein zukünftiges   Ereignis.   „Doch   Gottes   Erbarmen   ist   unbegreiflich   groß!   Wir waren    aufgrund    unserer    Verfehlungen    tot,    aber    er    hat    uns    so    sehr geliebt,   dass   er   uns   zusammen   mit   Christus   lebendig   gemacht   hat.   Ja,   es ist   nichts   als   Gnade,   dass   ihr   gerettet   seid!   Zusammen   mit   Jesus   Christus hat   er   uns   vom   Tod   auferweckt,   und   zusammen   mit   ihm   hat   er   uns schon   jetzt   einen   Platz   in   der   himmlischen   Welt   gegeben,   weil   wir   mit Jesus   Christus   verbunden   sind.   Bis   in   alle   Ewigkeit   will   er   damit   zeigen, wie   überwältigend   groß   seine   Gnade   ist,   seine   Güte,   die   er   uns   durch Jesus Chr istus erwiesen hat.“ (Epheser 2,4-7, NGÜ) Auferstehung    beginnt    im    Vertrauen    auf    Jesus    Christus    einerseits „schon   jetzt“.   Ist   aber   andererseits   zugleich   noch   im   Werden.   Wir erfahren,   dass   unser   alltägliches   Leben   noch   so   manchen   bitteren Tod    kennt,    den    von    Beziehungen    und    den    des    Lebens.    Aber    wir leben   bereits   in   der   Glaubensgewissheit,   dass   die   Endgültigkeit   des Todes    überwunden    ist,    dass    uns    Gott    barmherzig    ist    und    uns    in diesem Leben und in Ewigkeit trägt. Vielleicht    lässt    sich    dieses    „noch    nicht    und    schon    jetzt“    mit    dem Anfang   einer   Liebe   vergleichen.   Für   den   frisch   Verliebten   ändert   sich die   Welt   schlagartig.   Man   sieht   alles   durch   eine   „rosarote   Brille“.   Die   Kraft   der   Liebe   verändert   den Alltag   und   das   nicht   erst   dann,   wenn   man   mit   dem   geliebten   Menschen   zusammen   sein   darf,   wenn man   sich   das   JA   Wort   gibt.   Auch   die   Auferstehung   Jesu   verändert   schon   jetzt   unser   Leben,   weil   Gott jetzt   schon   damit   beginnt   und   einmal   endgültig   alle   Tränen   abwischen   wird   und   es   keinen   Tod   mehr geben   wird,   kein   Leid   und   keine   Schmerzen,   und   es   werden   keine   Angstschreie   mehr   zu   hören   sein. (Offenbarung 21, 4, NGÜ) Ich   wünsche   uns,   dass   es   gelingt,   miteinander   aus   der   Kraft   der   Auferstehung   Jesu   zu   leben.   Lassen sie   uns   immer   diesen   weiten   Horizont   bewahren   und   uns   nicht   einengen   lassen   von   den   harten   und bitteren Erfahrungen, die unser Leben bedrohen. Es gilt: Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.   Ihr Pfr. Jens Meyer  
Foto: Pfr. Meyer